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  • AutorenbildErika Weller

b oder d?

Finn (Name geändert) sitzt konzentriert über seinem Heft und schreibt mit viel Mühe Buchstaben in die Zeile: b b b d b d d b b. Seine Mitschüler*innen sind schon fertig, nur Finn kämpft noch mit seiner Aufgabe. Was andere Kinder zügig aufs Blatt bringen, kostet ihn viel Anstrengung. Trotzdem schmuggelt sich immer wieder ein d in seine Reihe, die eigentlich nur aus b bestehen soll, denn dieser Buchstabe wird gerade gelernt.

Finns Lehrerin weiß um seine Schwierigkeiten. Sie hat für ihn ein Blatt mit dem Buchstaben b im Klassenzimmer angebracht, das ihm helfen soll, die richtige Richtung zu finden. Manchmal nutzt Finn dieses Angebot, aber es bleibt schwierig. Immer wieder verheddert er sich im Spiegelkabinett der Buchstaben.

„Rechte Hand, rechte Hand, eins, zwei, drei…“. Seit Kurzem macht die Klassenlehrerin mit allen Kindern jeden Morgen ein kurzes gymnastisches „Work-out“. Es dauert nur 5 Minuten, fördert aber langfristig die Wahrnehmung der Kinder. Finn kann b und d nun besser unterscheiden, weil er Sicherheit für rechts und links gewonnen hat. Die Körperübungen verbessern langfristig die Blickfolge fürs Lesen, das räumliche Verständnis für Mathematik und die Vernetzung von Informationen. Neuromotorische Förderung ist in diesem Sinne eine ganzheitliche Förderung für Selbstvertrauen, Wahrnehmung und schulisches Lernen. Weil jede Förderung auch eng mit positiven Emotionen verknüpft sein sollte, werden wirksame Übungen mit Spielen, Geschichten und Liedern kindgerecht umgesetzt. So gewinnen Kinder Freude am Lernen. Mach mit. Es lohnt sich.

Mehr Infos findest du hier: www.konzentrier-dich.de/news

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