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  • AutorenbildErika Weller

"Hummeln im Hintern?"


Hat dein Kind (oder eure Kinder in der Gruppe) „Hummeln im Hintern?“ Wird es als „Zappelphilipp“ betitelt? Oder gar als „Störenfried“? Wir finden zu einer guten Haltung, wenn wir genau hinschauen, wenn Kinder nicht entspannt sitzen können.

Als erstes richtet sich der Blick auf unsere Anforderungen. Muss das Kind länger sitzen, als altersgemäß empfohlen? Ist die Sitzgelegenheit passend zur Körpergröße des Kindes? Hier können wir selbst gut Abhilfe schaffen. Lässt sich die unruhige Sitzhaltung so nicht erklären, schauen wir genauer hin. Wickelt das Kind die Beine um die Stuhlbeine oder kniet es auf dem Stuhl, kann es so eine schwache Beckenmuskulatur ausgleichen. Oft kann es in dieser Haltung deutlich besser sitzen. Lassen wir diese Ersatzmuster nicht zu, werden wir beobachten, dass das Kind im Sitzen öfters seine Position wechselt, um so die Überbeanspruchung auszugleichen.

Manchmal leitet sich die unruhige Sitzhaltung auch aus einer mangelnden Rotationsfähigkeit in Abschnitten der Wirbelsäule ab. Wir beobachten, dass ein Kind den Kopf dreht und sich zeitgleich der ganze Schultergürtel und sogar das Becken in gleichem Maße mit bewegt. Diese Schwierigkeiten können oft kaum kompensiert werden.

Eine weitere Ursache kann eine Überempfindlichkeit im Rücken sein. Kinder, die hier eine Stimulation erfahren (Berührung mit dem Stuhl z.B.) reagieren mit einer kurzen Ausgleichsbewegung, die oft den ganzen Rumpf umfasst. Danach findet das Kind wieder zur Ruhe.

Alle der oben genannten Schwierigkeiten lassen sich mit gezielten, regelmäßigen Körperübungen gut abbauen. Es lohnt sich! Je früher, desto besser, damit das Kind zu mehr innerer Ruhe und Aufmerksamkeit findet.

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